Chinook Democracy

Schon eine halbe Ewigkeit hatte ich mir vorgenommen einen American Stout als Single Hop mit Chinook zu brauen. Gerade, weil ich das Arrogant Bastard von Stone recht ansprechend finde und das ist ja – angeblich – auch eine Single Hop mit Chinook. Da es so lange gedauert hat, diese Idee umzusetzen, bin ich am Ende auch den Namen Chinook Democracy gekommen, dann das fast gleichnamige Album von Guns ‚n Roses kam ja auch erst nach einer Ewigkeit auf den Markt.

Zum Bier: Gemaischt wurde über Tag für gute 8 Stunden im Thermoport. Ein Verfahren, das ich mittlerweile echt lieb gewonnen habe. Die dunklen Malze (Carafa, Röstgerste und Chocolate) kamen aber erst zur Läuterruhe in den Pott.

Der Chinook kam zu Kochbeginn und zur Hälfte der Kochzeit rein. Gekocht habe ich diesmal nur für eine Stunde. Auch hier möchte ich einfach mein Timing optimieren und noch entspannter und zügiger einen Brautag hinter mich bringen. Am Ende habe ich mit diesem Rezept 40 Liter Würze erzeugt, die mit der US-05 vergoren wurden. Der Vergärungsgrad lag bei rund 80%. Hier alles im Detail und Schwarz auf Weiss.

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13. September 2017 von brauatelier
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Callista Single Hop IPA

Bei diesem Sud gab es zwei Premieren. Zum einen habe ich erstmalig mit dem Callista gebraut und ihn auch als Single Hop eingesetzt, um das Aroma vollständig mit zu bekommen. Zum anderen wurde im Thermoport über Nacht gemaischt.

Nach dem Schroten habe ich Abends eingemaischt und die Maische auf 67° eingeregelt. Den Thermoport habe ich dann mit einer Isomatte und zwei Decken zusätzlich isoliert. Zu meiner Verwunderung hat die Maische im Thermoport über 10 Stunden nur knapp 5° Grad verloren. So ging der Brautag am nächsten Morgen entspannt weiter. Für mich ist das in Zukunft ein guter Weg, um die Brautage bzgl. des Aufwands einfacher zu gestalten.

Für 40 Liter kamen insgesamt knapp 250 Gramm Callista zum Einsatz. Gestopft wurde grosszügig mit 5 Gramm pro Liter. Der Callista hat ein grandioses Aroma, dass wirklich beerig ist und an Himbeere und sogar Erdbeere erinnert. Seit diesem Bier gehört der Callista zu meinen neuen Lieblingshopfen. Einfach traumhaft! Vergoren habe ich das Bier mit der Danstar BRY-97 „American West Coast“ bei ca. 19° Grad. Der Vergärungsgrad lag bei guten 80%.

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13. September 2017 von brauatelier
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Rezept Hochzeitsbier

Für besondere Anlässe muss ein besonderes Bier her! Dieses Bier wurde für eine Hochzeit gebraut und wurde eben auch am Tag der Feier aus dem KEG an die Gäste ausgeschenkt. Die Idee dahinter war ein einfaches und gut trinkbares Bier, das an warmen Sommertagen auch ein guter Zischer ist. Die simple Schüttung sorgte für die nötige Grundlage und das Brautpaar hatte sich den El Dorado als Hopfen ausgewählt. Vergoren wurde das Bier mit der Nottingham bei 19° Grad. Das Rezept ergibt 40 Liter.

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13. September 2017 von brauatelier
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Red Marilyn

Manchmal kommen mir die Ideen für eine Bier relativ einfach und spontan. Als ich vor einiger Zeit das Heroica Red Ale von Steamworks im Glas hatte, viel mir auf, dass die komplette Malzliste auf dem Etikett aufgeführt ist. Das Bier fand ich insgesamt recht klasse und daher kam schnell die Idee ein Red Ale anzusetzen. Auf Basis der Malzliste habe ich meine Schüttung berechnet und da der Monroe noch im Kühlschrank schlummerte, war der Name „Red Marilyn“ recht schnell gefunden. Leider reichten meine 100g Monroe aber nicht ganz aus, so dass ich als Ergänzung noch Smaragd eingesetzt habe. Das Bier wurde klassische mit Single Step Infusion Mash gemaischt, was am Ende zu einer Stammwürze von 13.6° Plato geführt hat. Vergoren habe ich bei ca. 19° mit der US-05. Nach gut 2 Wochen habe ich das Bier mit einem Restextrakt von knapp unter 3° Plato in KEGs abgefühlt und auf 5g CO2 karbonisiert. Das Bier hat einen sehr angenehmen malzigen Körper mit einer leichten Nuance Schokolade. Nur: Rot ist halt immer so eine Sache. Auch dieses Red Ale ist nicht wirklich rot geworden, eher braun-rot. Der Monroe ist tatsächlich etwas beerig und bringt eine feine Spitzigkeit in das Bier, die aber mit 40 IBU auch noch gut machbar ist. Hier im Detail das Rezept.

Red Marylin Red Ale

 

02. Juni 2017 von brauatelier
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Alaaf 2017!

Zur Session 2017 habe ich ein Kölsch gebraut. Wobei man es ja nicht Kölsch nennen darf, wenn es nicht blank ist. Also halt ein Wiess, oder einfach nur „lecker Bierchen“. Über die Schüttung muss man keine grossen Worte verlieren. Simple und easy, so wie es bei einem Kölsch halt sein soll. Ich bin ja ein grosser Freund des Saphir und den habe ich fürs Aroma eingesetzt. Der Saphir hat für mich immer eine Spur von einem frischen grünen Apfel. Einfach super als späte Gabe. Die hopfige Basis bildete der Mittelfrüh. In Kombination hat super funktioniert. Die 34 IBU findet der ein oder andere für ein Kölsch vielleicht etwas viel, aber ich habe nix gegen ein paar IBU mehr in einem solchen Bier. Vergoren habe ich das Bier mit der Nottingham, die einen super Job gemacht hat. Die Gärung hatte ich erst bei 17-18° Grad gehalten und dann nach ein paar Tagen langsam hochgezogen. Der EVG lag am Ende bei 83% und das Bierchen brachte damit gute 6% auf die Piste. Also mehr so ein Imperial Wiess. Dafür aber auch schön trocken, süffig und ein prima Party Bier. Hier das vollständige Rezept für 40 Liter.

Alaaf 2017!

02. März 2017 von brauatelier
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