Red Marilyn

Manchmal kommen mir die Ideen für eine Bier relativ einfach und spontan. Als ich vor einiger Zeit das Heroica Red Ale von Steamworks im Glas hatte, viel mir auf, dass die komplette Malzliste auf dem Etikett aufgeführt ist. Das Bier fand ich insgesamt recht klasse und daher kam schnell die Idee ein Red Ale anzusetzen. Auf Basis der Malzliste habe ich meine Schüttung berechnet und da der Monroe noch im Kühlschrank schlummerte, war der Name „Red Marilyn“ recht schnell gefunden. Leider reichten meine 100g Monroe aber nicht ganz aus, so dass ich als Ergänzung noch Smaragd eingesetzt habe. Das Bier wurde klassische mit Single Step Infusion Mash gemaischt, was am Ende zu einer Stammwürze von 13.6° Plato geführt hat. Vergoren habe ich bei ca. 19° mit der US-05. Nach gut 2 Wochen habe ich das Bier mit einem Restextrakt von knapp unter 3° Plato in KEGs abgefühlt und auf 5g CO2 karbonisiert. Das Bier hat einen sehr angenehmen malzigen Körper mit einer leichten Nuance Schokolade. Nur: Rot ist halt immer so eine Sache. Auch dieses Red Ale ist nicht wirklich rot geworden, eher braun-rot. Der Monroe ist tatsächlich etwas beerig und bringt eine feine Spitzigkeit in das Bier, die aber mit 40 IBU auch noch gut machbar ist. Hier im Detail das Rezept.

Red Marylin Red Ale

 

02. Juni 2017 von brauatelier
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Alaaf 2017!

Zur Session 2017 habe ich ein Kölsch gebraut. Wobei man es ja nicht Kölsch nennen darf, wenn es nicht blank ist. Also halt ein Wiess, oder einfach nur „lecker Bierchen“. Über die Schüttung muss man keine grossen Worte verlieren. Simple und easy, so wie es bei einem Kölsch halt sein soll. Ich bin ja ein grosser Freund des Saphir und den habe ich fürs Aroma eingesetzt. Der Saphir hat für mich immer eine Spur von einem frischen grünen Apfel. Einfach super als späte Gabe. Die hopfige Basis bildete der Mittelfrüh. In Kombination hat super funktioniert. Die 34 IBU findet der ein oder andere für ein Kölsch vielleicht etwas viel, aber ich habe nix gegen ein paar IBU mehr in einem solchen Bier. Vergoren habe ich das Bier mit der Nottingham, die einen super Job gemacht hat. Die Gärung hatte ich erst bei 17-18° Grad gehalten und dann nach ein paar Tagen langsam hochgezogen. Der EVG lag am Ende bei 83% und das Bierchen brachte damit gute 6% auf die Piste. Also mehr so ein Imperial Wiess. Dafür aber auch schön trocken, süffig und ein prima Party Bier. Hier das vollständige Rezept für 40 Liter.

Alaaf 2017!

02. März 2017 von brauatelier
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Bramling X Stout

Zur kalten Jahreszeit ist ein Stout einfach eine feine Sache. Zum Glück hat es mit dem Brautag noch rechtzeitig vor Weihnachten und dem richtigen Winter geklappt. Eingemaischt wurde erst nur das Pale Ale und das Münchner Malz. Die Haferflocken kamen ebenfalls direkt am Anfang mit rein, aber ich habe sie ca. 30min in heissem Wasser vorgekleistert. Das Carafa und die Röstgerste habe ich erst gut 20min vor Ende der Kombirast dazu gegeben. Ich wollte damit vermeiden, dass das Bier zu „kratzig“ wird. Das Läutern – bei einem Stout ja manchmal eine heikle Sache – lief super und am Ende wurde es mit 13,6° Plato auch eher ein Export Stout. Ich muss mich an mein Setup noch etwas rantasten. Gehopft wurde als Single Hop mit Bramling X (5,2%) in der Vorderwürze, nach Kochbeginn und zur Hälfte der Kochzeit, um das Hopfenaroma eher dezent zu halten und eher zu bittern. Mit diesem Rezept sind es bei mir am Ende 43 Liter geworden, die ich mit der S04 bei ca. 19° Grad vergoren habe. Der Restextrakt lag am Ende bei 4° Grad Plato, was sicherlich ausbaufähig ist.

Das Bier ist für mich eine kleine Premiere, denn es ist das erste, das ich in KEGs abfüllen werde!

Bramling X Stout

16. Dezember 2016 von brauatelier
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Welcome Beer!

Nach einer Pause und einem Umzug war es endlich mal wieder an der Zeit zu brauen. Mit diesem Sud konnte ich zum einen mein neues Setup und gleichzeitig meine neue Braustätte einweihen. Daher war der Name schnell gefunden. Um es sich nicht zu übertreiben habe ich das Rezept recht simpel gehalten. Gemaischt wurde im Schengler Thermoport, in dem die Läuterhexe eingebaut ist. Gekocht wurde im 70l Topf, die mittels Hendi Induktionsplatte beheizt wurde. Den Nelson hatte ich durch Zufall im Tiefkühler entdeckt und da er weg musste habe ich den Rest mit 4g/L einfach weggestopft. Viel hilft viel!

Welcome Beer!

16. Dezember 2016 von brauatelier
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Stout of the Beast

Dieser Sud war ein Gemeinschaftsprojekt. Gebraut wurde an einem herrlichen Spätsommertag mit und auf der Anlage von Sönke. Gemaischt wurde im 70er Topf auf der Hendi und geläutert im 70er Thermoport mit Mattmill Blech. Zum Einmaischen kamen erstmal nur die Gerstenflocken ins Wasser. Im Anschluss das Pale Ale Malz. Die gesamten dunklen Malze (Röstgerste und Farbmalz) wurden erst ca. 20 Minuten vor Ende der Kombirast gegeben.666 Gerastet wurde exakt bei 66.6° Grad. Damit war auch der Name für das Bier geklärt: Stout of the Beast! Das Läutern lief problemlos und entspannt. Als Hopfen hatten wir uns für Challenger und EKG entschieden. Der kam in einer Gabe 20 Minuten nach Kochbeginn in den Topf, schliesslich soll ein Irish Stout ja nicht zu hopfig werden. Kurz vor Kochende wurden noch 2g Hafenahrung und etwas Irish Moos gegeben. Für mich absolutes Neuland aber so lernt man halt was. Am Ende des Tages waren alle glücklich und 58 Liter Irish Dry Stout im Gärfass. Sönke hatte die Hefe (Wyeast 1084) schon einige Tage vorher angesetzt, so dass ein fetter Starter zur verfügung stand. Fazit: Das wird ein feines Bierchen für die anstehenden kalten Tage. Das finale Rezept auf einen Blick:

Stout of the Beast

22. September 2015 von brauatelier
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