Manchmal kommen mir die Ideen für eine Bier relativ einfach und spontan. Als ich vor einiger Zeit das Heroica Red Ale von Steamworks im Glas hatte, viel mir auf, dass die komplette Malzliste auf dem Etikett aufgeführt ist. Das Bier fand ich insgesamt recht klasse und daher kam schnell die Idee ein Red Ale anzusetzen. Auf Basis der Malzliste habe ich meine Schüttung berechnet und da der Monroe noch im Kühlschrank schlummerte, war der Name „Red Marilyn“ recht schnell gefunden. Leider reichten meine 100g Monroe aber nicht ganz aus, so dass ich als Ergänzung noch Smaragd eingesetzt habe. Das Bier wurde klassische mit Single Step Infusion Mash gemaischt, was am Ende zu einer Stammwürze von 13.6° Plato geführt hat. Vergoren habe ich bei ca. 19° mit der US-05. Nach gut 2 Wochen habe ich das Bier mit einem Restextrakt von knapp unter 3° Plato in KEGs abgefühlt und auf 5g CO2 karbonisiert. Das Bier hat einen sehr angenehmen malzigen Körper mit einer leichten Nuance Schokolade. Nur: Rot ist halt immer so eine Sache. Auch dieses Red Ale ist nicht wirklich rot geworden, eher braun-rot. Der Monroe ist tatsächlich etwas beerig und bringt eine feine Spitzigkeit in das Bier, die aber mit 40 IBU auch noch gut machbar ist. Hier im Detail das Rezept.




Gerastet wurde exakt bei 66.6° Grad. Damit war auch der Name für das Bier geklärt: Stout of the Beast! Das Läutern lief problemlos und entspannt. Als Hopfen hatten wir uns für Challenger und EKG entschieden. Der kam in einer Gabe 20 Minuten nach Kochbeginn in den Topf, schliesslich soll ein Irish Stout ja nicht zu hopfig werden. Kurz vor Kochende wurden noch 2g Hafenahrung und etwas Irish Moos gegeben. Für mich absolutes Neuland aber so lernt man halt was. Am Ende des Tages waren alle glücklich und 58 Liter Irish Dry Stout im Gärfass. Sönke hatte die Hefe (Wyeast 1084) schon einige Tage vorher angesetzt, so dass ein fetter Starter zur verfügung stand. Fazit: Das wird ein feines Bierchen für die anstehenden kalten Tage. Das finale Rezept auf einen Blick:




